Was bedeutet eigentlich mentale Gesundheit – und wie können wir sie im Alltag stärken?
Shownotes
In unserer neuen Podcast-Folge spricht eine Teilnehmerin von Our Voices mit Dr. Hannah Quittkat, Psychologin und psychologischen Psychotherapeutin, die an der Universität forscht und sich intensiv mit Körperbildern und psychischer Gesundheit beschäftigt.
Gemeinsam gehen wir den Fragen nach:
- Was versteht man unter mentaler Gesundheit?
- Warum ist sie so wichtig für unser Wohlbefinden?
- Welche einfachen Strategien können helfen, die eigene mentale Gesundheit zu pflegen und zu stärken?
Freu dich auf spannende Einblicke aus Forschung und Praxis, hilfreiche Tipps für den Alltag und einen offenen Austausch darüber, wie wir besser auf unsere psychische Gesundheit achten können.
Was tust du, um deine mentale Gesundheit zu stärken? Schreib es uns in die Kommentare!
Hier gelangst du zum Instagram-Account des Fachgebiets Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Universität Osnabrück : @koerperbildforschung.
Das Projekt „Our Voices 2.0“ der Eleganz Bildungsplattform e.V. wird gefördert durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) der Europäischen Union sowie durch das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung.
Transkript anzeigen
00:00:00: In dieser Episode sprechen wir über ein Thema, das viele Menschen bewegt.
00:00:05: Aber noch immer zu selten offen diskutiert wird – mentale Gesundheit im Kontext von Migration.
00:00:13: Unsere Projektteilnehmerin Nitz hat mit der Psychologin Dr.
00:00:17: Hannah Gwittkat darüber gesprochen, welche besonderen Belastungen Menschen mit Migrationsgeschichte in Deutschland erleben zwischen Identitätsfragen strukturellen, sprachlichen Hürden und gesellschaftliche Erwartungen.
00:00:34: Gemeinsam beleuchten Sie typische psychische Herausforderung sprechen über Bewältigungsstrategien und darüber warum Kultusensible Angebote im sociologischen Bereich so wichtig sind.
00:00:51: ein ehrliches reflektiertes Gespräch über Resilienz Unterstützung und die Frage Wie können wir mentale Gesundheit zugänglicher und sichtbarere machen?
00:01:04: Viele Freude beim Zuhören.
00:01:16: Erste Frage ist, können Sie sich einmal für unsere Zuhörerinnen vorstellen?
00:01:21: Erzählen sie auch gerne von Ihren bürokratischen Erfahrungen wie zum Beispiel Forschungsschwerpunkte bitte.
00:01:28: Sehr gerne!
00:01:29: Erst mal danke dass ich hier an diesem Projekt teilnehme darf und dass Sie heute hier sind.
00:01:34: Ja, mein Name ist Doktor Hannah Kritkat.
00:01:36: Ich bin wissenschaftliche Mitarbeiterin hier am Institut für Psychologie an der Universität Osnabrück.
00:01:42: Konkret im Fachgebiet Klinische Psychologie und Psychotherapie unter der Leitung von Professor Dr.
00:01:46: Fox.
00:01:47: ich habe hier promoviert zum Thema S- und Körperbildstörung das aus unserer Schwerpunkt.
00:01:52: Das heißt wir forschen unter anderem was sind Bedingungen unter den Menschen eine Essstörung umwickeln?
00:01:58: wie entwickelt sich beispielsweise das Körperbild über die Lebensspanne?
00:02:03: Was sind so schön als Ideale die eine Rolle spielen, wirken sich aber auch Social Media wie Instagram etc.
00:02:10: aus.
00:02:11: genau das sind so die Schwerpunkte.
00:02:13: parallel bin ich noch psychologische Psychotherapie für kognitive Verwaltungstherapien und arbeite in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie in der Nähe von Münster.
00:02:22: alles klar danke.
00:02:23: und zweite Frage ist Man kann sagen, dass die mentale Gesundheit genauso wie die psychische Gesundheit behandelt werden sollte.
00:02:33: Welche Tipps können Sie bei Verletzungen der mentalen Gesundheit geben?
00:02:38: Gibt es Tipps für eine erste Hilfe?
00:02:41: Ja, finde ich eine ganz relevante Frage und vielleicht können wir vorab erst mal klären was eine mentale gesundheit überhaupt ist weil Ich gehe nicht davon aus, dass das für alle so klar ist.
00:02:50: Genau also mentale Gesundheit oder wie man auch sagen kann psychische Gesundheit umfasst erst mal alle Bereiche des emotionalen, psychologischen und sozialen Wohlgefühlens einer Person.
00:03:00: Das heißt, wie denkt eine Person?
00:03:02: Wie fühlt eine Person, wie handelt eine Person und spielt natürlich dann die psychische Gesundheits eine Rolle eben da mit gehen einzeln, mit dem Stress, mit eigenem Stress oben.
00:03:13: Wie gehe ich mit anderen um?
00:03:15: Und wie kann ich auch Entscheidungen für mich und andere treffen, die dazu führen dass es in meiner psychischen Gesundheit gut geht oder das sie auf einem guten Level.
00:03:24: Ich finde es erstmal total wichtig was Sie eingangs gesagt haben, dass man eigentlich sagen sollte psychische Gesundheit ist genauso wichtig als die physische Gesundkeit, was ja leider nicht gang und gäbe ist in der Gesellschaft.
00:03:35: Mein Eindruck ist auch als Psychotherapeutin, dass es auch Fehler mit so tun hat.
00:03:38: Eine physische Erkrankung, eine Somatikankung kann ich sehen.
00:03:41: also wenn sich jemanden einen Arm bricht oder eine Erkältung hat dann höre ich das.
00:03:45: Ich kann das theoretisch auch anfassen und sehe ja wirklich, dass die Person Schmerzen hart oder leidet.
00:03:51: Und das ist bei psychischer oder fehlender psychischer Gesundheit nicht immer der Fall.
00:03:56: Wir werden alle gerade in den westlichen Gesellschaften sehr darauf trainiert Emotionen eher im unangenehmen Bereich sind zu verstecken, nicht zuzulassen oder auch nur in bestimmten Kontexten zu zeigen.
00:04:09: Also ich finde mein gutes Beispiel ist Trauer.
00:04:11: also wenn... wie man trauert, habe ich das Gefühl die meisten sind ganz unsicher im Kontakt.
00:04:16: Wie kann ich denn jetzt angemessen drauf eingehen?
00:04:18: Wie kann mich mit jemandem darüber sprechen?
00:04:20: und das trägt natürlich auch dazu bei dass sich Personen die zum Beispiel unter psychischen Problemen leiden, die vielleicht auch eine Psychotherapie machen sollten manchmal auch sehr große Hemmungen haben sich da jemandem an zu vertrauen.
00:04:31: Und ja sie hatten so gefragt nach ersten Tipps was man machen kann oder erst der Hilfe hatten Sie es glaube ich genannt.
00:04:36: Ich finde das allerwichtigste ist erstmal dass ich wahrnehme dass bei mir etwas gerade anders ist als sonst.
00:04:43: Und auch für mich einzuordnen, ist das etwas was ich angenehm finde oder unangenehm?
00:04:47: Ich versuche mal meiner therapeutischen Arbeit so die Kategorie gut und schlecht zu vermeiden weil es ja nicht alles gut oder schlecht gibt.
00:04:54: noch ganz viele Zwischentöne und gerade auch bei Gefühlen wird einem immer suggeriert Freude ist was Gutes Trauer Wut Angst ist was Schlechtes Nein.
00:05:02: Deswegen spreche ich lieber von angenehmen und unangenen gefühlten.
00:05:05: wenn ich wahrnehme dass mir Gerade so ergeht, dass ich eher das als unangenehmen finde.
00:05:12: Ich damit nicht zufrieden bin.
00:05:13: Vielleicht irgendwie vermehrt gereizt und traurig fühlen.
00:05:17: Dann sollte das ein erstes Zeichen dahin gehen sein und dass sich vielleicht gerade Schwierigkeiten meiner psychischen Gesundheit haben.
00:05:24: Wichtig dabei ist vielleicht auch zu berücksichtigen, das geht jetzt nicht so um einzelne Tagesabläufe oder so einzelne Punkte am Tag.
00:05:30: Sondern dass es auch über bestimmte Dauer ist.
00:05:32: also wieder hat man scheiß Tag so formuliert.
00:05:36: Genau.
00:05:36: aber wenn das jetzt was ist und das sich immer wiederholt zeigt in bestimmten Situationen dann ist das was wo ich sage da sollte man genau hinschauen der nächste Schritt.
00:05:44: wenn man's wahrgenommen hat Ich als Psychotherapeutin vielleicht auch beruhigt bedingt kann empfehlen jemandem drüber sprechen Am besten natürlich einer Person, die man vertraut.
00:05:53: Also sprich jetzt nicht unbedingt die Kassiererin im Supermarkt es sei denn das ist die Vertrauensperson also aus der Familie ja aus dem Freundeskreis oder vielleicht auch aus der gewählten Familie kann das jemand sein.
00:06:04: Manchmal ist ja auch eine Religion sehr stützen.
00:06:06: also es kann Priester, Pfarrer-Fahrerinnen immer haben Rabi also je nachdem wer da verfügbar ist.
00:06:12: Es gibt aber auch Personen, die sehr davon profitieren mit jemandem Anonymen darüber zu sprechen.
00:06:16: Zum Beispiel im Rahmen von der Telefonseesorge.
00:06:19: Es gibt auch noch andere Anbieter oder auch Beratungsstellen.
00:06:23: Die ist ja eine Variante.
00:06:25: Ich kenne aber auch tatsächlich sowohl aus dem Privaten als auch aus dem Provenkontextpersonen, die sagen hilft es erst mal das aufzuschreiben und auch das kann ja ne Auseinandersetzung sein.
00:06:34: also wenn ich etwas verschriftliche gehe ich ja auch in ein Gespräch zwar mit mir selber aber auch dass ist ein Gesprich.
00:06:40: das kann in diesem Schritt auch erstmal helfen.
00:06:42: Und wenn man dann soweit ist, dass man es erst mal so klar hat.
00:06:46: Dann vielleicht auch zu überlegen wo sonst Ansatzpunkte wo ich was verändern kann also beispielsweise bei Stress auf der Arbeit zu überlegend kann Ich mit einer Kollegin oder einem Kollegen drüber sprechen Kann ich mit meiner Chefin oder meinem Chef darüber reden?
00:06:58: Oder tatsächlich im ganz extremen Fall ist vielleicht doch einfach der Arbeitsplatz nicht mehr richtig gefilmt muss sich mich neu bewerben Diese Schritte oder diese Möglichkeiten erstmal sich bewusstzumachen auszuschreiben und dann auszuprobieren zu gucken Was passt Was ändert vielleicht auch was an meiner Gefühlswelt?
00:07:14: Und oft, das hatte ich jetzt eingangs vergessen zu sagen.
00:07:16: Aber auch lehnen ja auch so unangenehme Gefühle mit körperlichen Reaktionen also zum Beispiel vermehrte Erschöpfung oder auch Schlaflosigkeit auf so Gedankenkreisen kann ja auch wirklich dazu führen dass ich einfach auch körperlich sehr ausgelaugt bin und sehr erschöpft an der Stelle.
00:07:33: dann ist eben auch wichtig da auszuprobieren was sind so?
00:07:35: einzelne Strategien verändern jeweils Und wenn ich was gefunden habe, das mir hilft.
00:07:39: Dann ist natürlich gut das Beizubereich.
00:07:41: Wenn ich aber merke okay dass war der falsche Schritt in die falsche Richtung dann sozusagen noch mal von vorne zu starten zu gucken ok was kann ich denn stattdessen dann anders?
00:07:48: alles klar?
00:07:49: Dann bitte Frage wie können man mentale Gesundheit im Alltag leben?
00:07:56: Ja beziehungsweise hab ich mir vorab da auch schon ein paar Gedanken gemacht und hatte unter Nummer Achtzehnkeit als Thema aufgeschrieben Das ist jetzt vielleicht nicht ein Konzept was eben liegt da ist auf jeden Fall etwas, was man gut üben kann.
00:08:09: Und mittlerweile gibt es ja viele Kurse, an die man besuchen kann und wo man eine Einführung bekommen kann.
00:08:14: Vielleicht können wir das aber auch ein bisschen allgemeiner sammeln?
00:08:17: Ich finde es erstmal wichtig dass jeder für sich Dinge in seinem Leben hat, die für Wohlbefinden sorgen.
00:08:26: Das heißt jetzt nicht, dass jeder irgendwie Geld verdienen muss, irgendwie einen super Job haben muss, tolles Privatleben, das meine ich nicht sondern eher so kleine Dinge.
00:08:33: also was sind die Dinge, die ich brauche?
00:08:35: Das glücklich bin ich zum Beispiel, dass sich Freude empfinden kann.
00:08:38: Dass ich vielleicht auch mal – auch wenn es viele Bereiche in meinem Leben gibt mit denen ich nicht so gut zurechtkomme oder die ich mir anders winden würde – davon Abstand gewinnen kann, wo ich merke, das ist wie eine Auszeit für mich.
00:08:50: Deswegen also Begriff Wohlbefinden passt da glaube ich ganz gut und das kann ganz unterschiedlich sein.
00:08:55: Für manche ist es Sport, für andere ist es irgendwie.
00:08:58: kochen, mit Freunden was unternehmen.
00:09:00: Das kann aber auch so etwas wie wir heute einen ganz tollen Herbst haben im Sonne.
00:09:03: das kann sein wie ich sitze in der Sonne und genieße die Sonne.
00:09:06: Ich lese ein gutes Buch, mache einen Spaziergang.
00:09:09: Ich benutze meine Lieblingshandcreme ja also einfach auch da nochmal die Sinne ansprechen und ich glaube bei jedem individuell gucken was für zu dem Wohlgefühl.
00:09:18: Also also enjoy the little things?
00:09:20: Ja ja das passt sehr gut!
00:09:22: Und ich weiß dass es manchmal auch so ist so ein bisschen abgedroschen klingt.
00:09:26: Aber das ist ja auch für jeden, es ist sehr individuell und ich erlebe das gerade in meiner Arbeit mit Patientinnen, dass die manchmal sehr überrascht darüber sind wenn ich mich bei Asalen einfach in den Dingen komme.
00:09:37: Und das kann auch manchmal wirklich sein, dass ich eine heiße Dusche nehme im Lieblingsshampoo oder mir einfach mal fünf Minuten Kurzzeit nehmen und mich einfach nur aufs Bett setzen.
00:09:46: Also da muss man gut bei jedem oder muss jeder selber für sich gut gucken oder mithilfe gucken was sind die Dinge, die er oder sie fürs Wohl befinden?
00:09:54: braucht.
00:09:55: Da gibt es leider nicht die vorschale Antwort, aber manchmal ist vielleicht auch weniger mehr als es muss auch nicht das durchgetaktete super geplante Leben und Privatleben mit möglichst vielen Aktivitäten sein sondern einfach das was die Person braucht wo das Bedürfnis ist.
00:10:12: Nächste ist haben Sie den Eindruck dass Menschen mit Migrationsgeschichte andere Erfahrungen im Gesundheitssystem Migrationsgesichte?
00:10:25: Ja, also habe ich auf jeden Fall.
00:10:27: Also ich muss dazu sagen, ich hab jetzt keine Migrationsgeschichte!
00:10:29: Ich bin entspräche sehr der Norm.
00:10:32: Ich bin eine weiße Zinsfrau in einer Hetero-Beziehung.
00:10:36: Also, ich entspreche dann glaube ich sämtlichen Pages und ich erlebe das immer wieder auch in meiner Arbeit mit Patientinnen, dass es natürlich auch einfach kulturelle Unterschiede gibt aber die... oftmals zu wenig Stellenwert bekommen.
00:10:49: Also auch gerade zum Beispiel im Umgang mit Hausärztinnen, also aber auch bei mir in der Psychotherapie.
00:10:54: Auch ich bin davon befreit.
00:10:56: Ich bemühe mich natürlich vorurteilsfrei an alles ranzugehen jeder jede Person gleichermaßen zu behandeln und das ist ja auch mein Aufgabe als Therapeuten.
00:11:04: Und zeitlich weiß ich aber auch von vielen die mir dann noch eine Therapie von Diskriminierungserfahrung berichten von auch manchmal Problemen, dass sie manche Dinge nicht nachvollziehen können weil sie einfach einen anderen kulturellen Hintergrund haben.
00:11:17: Auch bei psychischen Erkrankungen weiß man das sich diese je nach Kultur unterschiedlich äußern können.
00:11:23: also deswegen ist Kultursensitive Psychotherapie so unglaublich wichtig.
00:11:27: es gibt zwar Kardinal-Systeme also das sind so Hauptsymptome von einzelnen Erkrankungen Aber je nach dem, welcher Gesellschaft jemand aufgewachsen ist äußern sich eben Symptome unterschiedlich.
00:11:39: Welche haben wir tatsächlich sogar auch in der Behandlung von Männern und Frauen?
00:11:42: Also eine Depression zum Beispiel über Männern äußert sich ganz oft somatisch.
00:11:46: das heißt die haben ganz oft Beschwerden wie Rhythmenschmerzen, Kopfschmerzen und das sind oft Leidensgeschichten wo erst nach Jahren rauskommt dass eigentlich ein Depressionen die zugrunde liegt.
00:11:55: also genauso ich habe auch lange in der Gerontopsychiatrie gearbeitet.
00:11:58: auch da hatten wir viele Patientinnen auch gerade aus dem osteuropäischen Raum, die vorher wirklich viel mit somatischen Beschweren bei Hausärzten in Behandlung waren bis dann rausgekommen ist.
00:12:07: Nein das ist eigentlich eine Depression gewesen gar keine somatische Erkrankung.
00:12:11: also insofern kultursensative Tüchotherapie und letztendlich auch kultorsensitive Behandlungen sehr wichtig im Gesundheitssystem und sollte auf jeden Fall viel mehr Beachtungen bekommen.
00:12:22: als Nachtrag vielleicht noch Ich finde es auch sehr wichtig, dass es einfach auch diskriminierungsfreie Räume gibt.
00:12:27: Auch vielleicht vor dem Hintergrund jemand zum Beispiel eine Muslima die sehr streng nach den Regeln des Islamen legt.
00:12:35: ist es für diese Frau möglich zu einem männlichen Arzt gehen?
00:12:38: Nein und vielleicht jemand der auch muslimischstäubig ist aber für ihn der den Koran etwas anderes lebt auch da kann das sein.
00:12:45: okay bei dem kann ich vielleicht zum männlichen arzt gehen Aber manchmal hat man keine Wahl an der Stelle so wie man geht.
00:12:52: Es gibt aber auch Frauen, die gehen gar nicht in Behandlung aufgrund ihrer Religion.
00:12:56: Ich glaube das ist was da müssen wir alle – ich fasse mich selber an die Nase im Gesundheitswesen einfach sehr wachsam sein und aufmerksam sein, weil eben solche Barrieren natürlich auch immer Behandlungen auftreten können.
00:13:10: Ich merke gerade, es arbeitet voll in mir.
00:13:12: Eine Sache tatsächlich noch ist auch die Sprache.
00:13:14: Gerade jetzt ich zum Beispiel, ich könnte auf Englisch Psychotherapie machen und ich habe auch Kenntnisse französisch und spanisch aber da würde ich mir keine Therapie zutrauen weil ich diese Zwischentöne also hab' ich nicht genügend Vocabular.
00:13:25: aber wie muss man ja auch die Zwischentalene treffen können?
00:13:28: Also ich kann ja sagen so... Ich bin glücklich und ich höre das in der Stimme, dass es passt.
00:13:34: Aber es kann ja auch so sein, dass das Törm drin eine Stimme anders ist?
00:13:36: Ich bin so glücklich!
00:13:37: Das passt ja nicht.
00:13:38: aber wenn ich das Wort kenne weiß glücklich... ...und das höre ich auf einer anderen Sprache kann es ja auch sein,... ...dass sich die eigentliche Bedeutung gar nicht erfassen kann an dieser Stelle.
00:13:46: Und auch das haben wir zum Beispiel gerade in der Psychotherapie,... ...haben wir einfach nicht so viele Behandlerinnen,... ....die unterschiedliche Sprachen sprechen.
00:13:54: Und ich merke es aber auch im Psychologie-Studium als ich unterrichte hier auch im Master & Bachelor,... Einfach auch der Hintergrund, demikationshintergrund bei den Studierenden nicht immer unbedingt vorhanden ist.
00:14:06: Warum?
00:14:07: Naja das sind wir wieder bei der Frage Akademikerhaushalt.
00:14:09: ja nein also wer kommt ins Studium?
00:14:12: Das zeigen Studien einfach dass es auf eher Kinder aus einem Akademika Haushalt sind als aus einem Haushalt der eben niemand studiert hat und tatsächlich auch der Migrationshintergrund sehr gering ist.
00:14:23: Und gerade in der Psychotherapie halte ich das für unerlässlich, dass wir Therapien auf türkischer haben, russisch, ukrainisch... Also gerade jetzt auch der Ukraine-Krieg hat es ja nochmal verdeutlicht wie hoch da bedarf es!
00:14:34: Ja, ich kann mit einem Dolmetscher-Therapie machen?
00:14:37: Darauf greift also muss man auch im Notfall zurückgreifen.
00:14:40: aber es ist natürlich was ganz anderes und natürlicheres wenn ich mit meiner Therapeute oder meinem Therapeutin in der eigenen Sprache sprechen kann als wenn nicht auf eine fremde Sprache zurückgreifend ist.
00:14:49: Und auch an dem Punkt brauchen wir einfach bei niedergelassenen Ärztinnen die Möglichkeit, dass das funktioniert.
00:14:56: Dann, die nächste Frage ist und wann hast du das erste Mal bewusst über deine mentale Gesundheit nachgedacht?
00:15:03: Also so richtig bewusst bewusst war tatsächlich im Studium also ich glaube schon da sich so Momente in meiner Schulzeit hatte wo das immer mal wieder Thema war aber wo jetzt nicht habe ich mich nicht bewusst hingesetzt und darüber nach gedacht sondern Ja, wenn man so als Jugendliche ist.
00:15:18: Wenn man seine Hobbys gemacht hat zur Schule kann.
00:15:20: Genau aber natürlich da mit meiner Studiumswahl, ich habe der Psychologie studiert, kam das Thema unweigerlich eben auf den Tisch.
00:15:27: und ja dann musste ich mich auch damit auseinander sitzen.
00:15:30: Ja genau.
00:15:31: Faltabfrage wie geht es du mit Stress oder Überforderung um?
00:15:37: Ja, also ich muss dazu sagen das ist bei mir immer sehr phasenabhängig.
00:15:40: Manchmal ist es beruflich einfach sehr eng und sehr viel gerade so eine Fahse tatsächlich viel bei mir los ist dann sagen kann nicht nur als Antwort geben könnte es definitiv besser machen Es gibt aber auch Phasen beim Leben wo das schon sehr gut geklappt hat.
00:15:54: Also ich profitiere sehr von dem Austausch mit anderen bin glaube ich grundsätzlich ein kommunikativer Mensch Und ich brauche dann andere Menschen mit denen ich darüber sprechen kann.
00:16:04: letztendlich dass was ich am Anfang gesagt habe mit dem wahrnehmen Ich brauche eine Einordnung von außerhalb und das muss nicht unbedingt Familie sein, es ist auch aber können auch Freundinnen sein.
00:16:12: Manchmal auch Kolleginnen, manchmal sind sich auch Kollegen und Freunde.
00:16:16: Genau!
00:16:17: Das tut mir mal ganz gut um dann eben zu gucken was sind so meine Stressquellen?
00:16:22: Was ist gerade das was mich belastet?
00:16:24: also wir machen es in der Therapie auch meistens so dass wir ja das nennt sich ein Störungsmodell.
00:16:28: also zumindest in der Kognitive-Heidenstherapie macht man das wo man letztens oder ein vulnerabilitäts Stressmodell, wo man einfach mal aufschreibt was sind gerade die Belastungsfaktoren.
00:16:35: Tatsächlich mache ich das auch immer wieder für mich dass ich immer aufschreibe okay was ist grade das was mich belastet und was dazu führt?
00:16:41: Das ist meiner mentalen Gesundheit gerade.
00:16:44: Die eher ja.
00:16:45: jetzt haben wir wieder bei gut und schlecht aber ich bleibe zwar in dem Sprachtonus, dass es eben meine gesundheiten, meine mentalen gesundheit nicht gut geht.
00:16:51: Was mir auch immer hilft ist wenn ich Sport mache.
00:16:54: also ich bin Bewegungstiefer aber auch da weiß ich ist jeder anders.
00:16:59: Ich kenne auch einige, die gut entspannen können durchlesen.
00:17:01: Ich brauche was Sportliches.
00:17:03: Yoga, Kraftsport, Klettern laufen... Also irgendwie... Halt
00:17:07: ihr auch?
00:17:08: Genau genau!
00:17:09: Weil ich einfach merke das auspowern und auch mal so einen anderen Input zu haben, das tut mir sehr gut.
00:17:14: Und dann eben auch manchmal wirklich sich bewusst rauszuziehen Auch wenn ich dann manchmal erschöpft bin, dann auch zu sagen okay gut.
00:17:21: Ich treffe mich jetzt trotzdem mit meiner Freundin und quatsche mal über irgendwas anderes oder mache Unternehmen einfach irgendwas, was ich etwas anderes sehe.
00:17:27: Genau aber das ist natürlich immer so eine Balance abzugucken.
00:17:30: Was brauche ich jetzt gerade?
00:17:31: Und ich glaube auch gibt es noch viel Verbesserungs- und Veränderungspotenzial.
00:17:36: Aber ja da sehe ich eher als Herausforderungen für den Rest meines Lebens an!
00:17:40: Alles klar.
00:17:41: Und die nächste Frage ist, würde in deiner Familie oder Kultur offen über die Fulde gesprochen?
00:17:49: Ja also ich hatte ja eingangs schon gesagt Ich bin eine zillweiße Zissfrau.
00:17:53: Ich lebe in einer hetero Beziehung Wenn es nach Normen geht, entsprechend glaube ich sehr einer klassischen Gesellschaftsbild.
00:18:02: Genau und ich weiß auch dass sich sehr privilegiert aufgewachsen bin.
00:18:06: Ich hatte eine Familie oder habe eine Familie in der offen über Gefühle gesprochen wird.
00:18:11: Auch in der Gutstreitigkeiten nachbesprochen werden.
00:18:16: gemeinsam geschaut wurde im nachgang okay.
00:18:19: was war jetzt die schwierigkeit?
00:18:21: also wir haben uns immer bemüht alle hinterher wieder die an dem streit beteiligt waren tisch zu kriegen.
00:18:25: das klingt natürlich immer mehr oder weniger gut.
00:18:28: also dass es immer so laufen muss.
00:18:31: aber genau und das versuche ich auch in meiner jetzigen familie aber auch in meinen freundschaften so umzusetzen.
00:18:38: Klar, ich finde, wenn ich das erzähle, es klingt so unglaublich perfekt.
00:18:41: So wow die Therapeutin, wie das alles toll macht und sie hat definitiv keine Probleme.
00:18:46: ja also ist wie gesagt Es klingt immer so auch bei mir gibt's Schwierigkeiten Und deswegen meine ich es gelingt mal mehr oder weniger gut.
00:18:52: aber Ich find' es einfach sehr wichtig dass man es immer wieder versucht Oder?
00:18:56: Ich möchte das therapeutische Mann finde ganz furchtbar.
00:18:59: Deswegen korrigiere ich mich jetzt hier an der Stelle.
00:19:01: Ich finde es ganz wichtig dass ich das immer wieder versuche und schaue.
00:19:06: Kann ich, ja wie kann ich das umsetzen?
00:19:08: Wie gesagt es gelingt mir auch mehr oder weniger gut.
00:19:10: Auch ich habe Momente wo ich das nicht kann aber dass ist in Ordnung.
00:19:13: und da sind wir wieder beim achtsamt zu sagen okay Das ist jetzt so gelaufen und das ist jetzt So.
00:19:19: Ja Aber dann kann ich beim nächsten mal gucken wie kann nichts anders machen und das finde ich gehört auf zur selbstreflektion Also insbesondere einer Psychotherapeutin dazu.
00:19:27: aber das ist für mich auch eine Selbstreflexion die schön ist wenn viele Menschen auch können.
00:19:32: Oder auch vielleicht zumindest üben wir erst mal.
00:19:34: Und aber Frau Lauprage, wie agieren deine Freunde oder Familie?
00:19:38: Wenn du ehrlich sagst mir geht es jetzt nicht gut.
00:19:41: Verständnisvoll.
00:19:43: Ja tatsächlich verständnisfrei.
00:19:45: Aber ich glaube das liegt auch an dem Umfeld in dem ich mich bewege.
00:19:48: Ich weiß einfach aus meiner Arbeit als Psychotherapeutin dass das immer so ist und dass sich empfinden sie als Geschenk, dass es in meinem Leben so sein kann.
00:19:57: Weiß aber auch, dass das sehr schwer sein kann sowas zu etablieren über alle Menschen gleichermaßen so funktioniert.
00:20:05: Da sind wir wieder beim individuellen, da muss eben bei hier.
00:20:08: dann würde ich zum Beispiel in der Therapie mit der Person gucken okay wenn das jetzt nicht die Lösung ist oder ich kann diese Leistung von anderen nicht erwarten, die Reflexionsleistung vom Umfeld wie kann denn mein Patient oder meine Patientin das im Moment anders machen?
00:20:22: Und
00:20:23: letzte Frage hast du bestimmte Dutinen oder Dinge die wir mental helfen?
00:20:29: Ja, also ich profitiere sehr von Termin oder von Strukturen und so klaren Absprachen.
00:20:34: Das heißt jetzt nicht dass gar nichts spontan in meinem Leben geht aber genau es ist natürlich immer ganz gut Dinge da klar sind oder auch einfaches feste Zeiten gibt, feste Termine.
00:20:45: Das heisst jetzt nicht das ich komplett durchgeplant habe.
00:20:46: Also ich esse jetzt nicht jeden Abend um acht Uhr zum Beispiel Abendessen oder so Aber z.B.
00:20:51: feste Sporttermine oder wenn ich Verabredung plane, dass das fest ist.
00:20:56: Genau Was mir auch sehr hilft, ist tatsächlich andere Themen als meine Arbeit.
00:21:00: Also verstehen Sie mich nicht falsch?
00:21:01: Ich mag meine Arbeit so gerne!
00:21:02: Ich bin sehr glücklich in der Konstellation wie ich arbeiten kann und ich engagiere mich da auch gerne.
00:21:07: aber es ist einfach schön mein anderer Input zu bekommen und das merke ich dass mir das auch mental hilft.
00:21:13: Einfach immer wieder aus meinem Umkreis rauszukommen neue Erfahrungen mit anderen Menschen sich auszutauschen und auch mal neue Dinge auszuprobieren.
00:21:22: Auch da sind natürlich zeitliche Aspekte.
00:21:24: also ich kann nicht immer neue Dinge probieren Aber sowas ist auch durchaus schön.
00:21:28: Sport, auf jeden Fall hatte ich ja eigentlich schon erwähnt.
00:21:31: Das hilft mir auch genau und ich glaube das sind so die Dinge, die ich dazu sagen kann.
00:21:37: Alles klar vielen Dank für ihre Zeit mit unserem Podcast.
00:21:41: Danke gerne!
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